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Der wechselseitige Zusammenhang zwischen der Osteopathie und der Psychologie

Oft gehen Schmerzpatienten zum Osteopathen oder Orthopäden, ohne dass für deren unangenehme Beschwerden eine klar erkennbare körperliche Ursache festgestellt wird. In der Regel wird dann vom Facharzt ein psychosomatischer Zusammenhang vermutet. Können sich zur medizinischen Behandlung des Knochenleidens eine geeignete Psychotherapie, die die moderne Psychologie zur Verfügung stellt, und angemessene osteopathische Heilverfahren gegenseitig ergänzen?

Osteopathie, Psychologie und Psychosomatik

Eine durch vielfältige Probleme oder psychosoziale Konflikte gestresste Seele kann ebenso rein körperliche Krankheitssymptome bewirken. Diesen ursächlichen (ätiologischen) Zusammenhang bezeichnet man in der modernen Medizin auch als Psychosomatose.

Der menschliche Körper spielt somit unter dem negativen Einfluss einer gestörten Psyche bei den Betroffenen einfach verrückt. Diese Krankheitsanzeichen äussern sich dann beispielsweise in Atemnot, Schwindelgefühl, Herzrhythmusstörungen, Migräne oder gar osteopathischen Schmerzen.

Die solchermassen an einer “Organneurose” Leidenden laufen schliesslich mehr oder weniger verzweifelt von Facharzt zu Facharzt, ohne eine wirklich tiefgreifende Linderung ihrer leiblichen Beschwerden zu erfahren. Mitunter kann ihnen jedoch eine geeignete Psychotherapie aus dem Bereich der klinischen Psychologie weiterhelfen.

Welche therapeutischen Ansätze kommen für Problemfälle in der Osteopathie in Frage?

Das Fachwort “Osteopathie” ist von seiner Definition her ein Doppelbegriff. Es bezeichnet zum einen als ein allgemeiner Sammelbegriff alle denkbaren Erkrankungen des Skeletts und der Muskeln im engen Zusammenhang mit dem (vegetativen) Nervensystem und dem Blutkreislauf. Andererseits meint dieses Fachwort einen ganzen Komplex vorrangig manueller diagnostischer und therapeutischer Methoden zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte des so Erkrankten.

Schon einmal hier vorab: Patienten, die sich osteopathisch diagnostizieren und behandeln lassen möchten, müssen schlechthin dazu bereit sein, sich zielorientiert vom Therapeuten anfassen zu lassen. Es handelt sich folglich um spezielle Heilverfahren, die unter Einsatz besonderer Handgriffe die Beweglichkeit und Funktionsfähigkeit des Knochensystems und der damit zusammenhängenden Muskulatur massgeblich regenerieren möchten. Jedoch verläuft die Osteopathie als manuelles Heilverfahren gewöhnlich weitgehend schmerzfrei, wenn sie von einem erfahrenen Praktiker durchgeführt wird.

Somit folgt ein osteopathisches Heilverfahren zunächst strikt der einschlägigen, vorausgehenden Diagnose und geht oft über die reine Praktizierung spezifischer manueller Grifftechniken zur Behandlung von körperlichen Dysfunktionen hinaus.

Insofern verfährt der fachkundige Osteopath mit dem Klienten stets ganzheitlich. Das heisst, er betrachtet den Menschen primär als leiblich-seelische Einheit mit all ihren möglichen Wechselwirkungen zwischen Körper und Psyche. An dieser Stelle schliesst sich nun wieder der Kreis zwischen zunächst puren körpertherapeutischen (osteopathischen) Ansätzen und dem Einbezug psychotherapeutischer Methoden, die der klinischen Psychologie entlehnt sind.

Über die sinnlichen Wahrnehmungen des Leibes die Seele berühren und die auf den Körper zurückwirkende Leib-Seele-“Psychologie”

Unser Leib speichert naturgemäss sämtliche biografischen Erfahrungen aus der Lebenswelt schon seit unserer Geburt ab. Darum ist hin und wieder eine liebevolle und achtsame Berührung unseres Körpers für uns Menschen einfach (über-)lebensnotwendig.

Jedoch sind alle auf diese Weise festgehaltenen individuellen Eindrücke sehr oft unbewusst. Besonders unangenehme oder gar traumatische Erlebnisse können deshalb aus unserem Körperspeicher heraus über den Leib-Seele-Zusammenhang öfters recht problematisch werden. Konkret aus dem Schatz der Psychologie ganz psycho-somatisch formuliert: Unbewusst schwelende psychische Konflikte führen allzu häufig zu körperlichen Fehlhaltungen und Muskelverspannungen, die gegebenenfalls gerade dadurch schwerwiegende osteopathische Symptome verursachen.

Unter Zuhilfenahme einer manuellen, schmerzlindernden Stimulation unseres Körpers durch die Osteopathie und mit dem Einsatz einer diese ergänzenden, körperorientierten Psychotherapie wird es uns somit wesentlich erleichtert, in einen heilsamen Kontakt mit den unbewussten Gefühlen zu kommen. Mittels dieser Bewusstwerdung psychischer Inhalte, deren effektiver Verarbeitung sowie unterstützender Entspannungstechniken können daraufhin sogar bislang fatale psychische Teufelskreise wirksam durchbrochen werden. Die deutliche Besserung der körperlichen, osteopathischen Schmerzsymptome wird dabei nicht lange ausbleiben.

Unser umfassendes Therapieangebot aus Osteopathie, Psychologie und Psychosomatik

Auf unserer Website https://ocp-quirino.ch/de/ finden Sie eine ausführliche Übersicht zu unseren reichhaltigen therapeutischen Angeboten aus der Osteopathie und Tiefenpsychologie. Insbesondere bei offenkundigen posttraumatischen Belastungsstörungen mit zusätzlichen osteopathischen Beschwerden setzen wir auch zielorientiert die körperbezogene Traumatherapie ein. Unser umfangreiches Behandlungsspektrum richtet sich dabei auf alle Altersgruppen, angefangen bei Säuglingen über Klein- und Schulkinder bis hin zu Jugendlichen, Eltern und Schwangeren.

Wir sind für den gesamten lokalen Einzugsbereich von Kilchberg für Sie zuständig, wozu unter anderem die umliegenden Ortschaften Kloten, Uster, Hinwil, Wetzikon, Rüti, Winterthur, Dübendorf, Regensdorf, Wallisellen, Affoltern am Albis, Horgen, Wädenswil, Baar, Cham, Risch-Rotkreuz, Seuzach, Wiesendangen, Dietikon, Oerlikon, Altstetten, Seebach, Opfikon, Urdorf, Bülach und Adliswil gehören.

Nehmen Sie gern telefonisch oder auf unserer Webseite Kontakt zu uns auf.

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