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Skoliosen – Verkrümmungen der Wirbelsäule

Skoliosen zeigen sich durch eine Wirbelsäulenverkrümmung zur Seite, in vielen Fällen zeigt sich zudem eine Verdrehung der Wirbelkörper. Typische Symptome zeigen sich in der Regel nur bei stärkeren Verkrümmungen, leichte Formen lassen sich häufig mit einer Physiotherapie sowie einem speziellen Korsett behandeln. In schweren Fällen ist eine Operation oft der letzte Ausweg.

Definition einer Skoliose

Eine Skoliose äußert sich in einem gestörten Aufbau der Wirbelsäule. Abgeleitet wird der Name vom griechischen Wort für krumm, “skolios”. Bei einer Skoliose kommt es zu einer Krümmung der Wirbelsäule nach hinten und vorn sowie zur Seite. Die Verkrümmung besteht dauerhaft in einem Cobb-Winkel von mindestens zehn Grad und ist auf einem Röntgenbild deutlich erkennbar. Je nach Krümmungsseite wird von einer rechts- oder linkskonvexen Skoliose gesprochen.

Weiterhin zeigt sich eine Verdrehung der einzelnen Wirbelknochen und der gesamten Wirbelsäule in ihrer Längsachse. Schreitet die Erkrankung fort, dann kommt es in den meisten Fällen zu einer Versteifung des entsprechenden Wirbelabschnitts.

Formen von Skoliosen

In der Medizin wird eine Einteilung von Skoliosen in verschiedene Formen vorgenommen. Eine generelle Unterscheidung erfolgt zunächst in

  • idiopathische Skoliose, bei der kein konkreter Krankheitsauslöser gefunden werden kann sowie
  • sekundäre Skoliose, die eine konkrete Ursache hat.

Bei diesen Krankheitsbildern handelt es sich um sogenannte “echte”, also strukturelle Skoliosen. Diese müssen von skoliotischen Fehlhaltungen unterschieden werden, welche nur vorübergehend sind und sich durch aktive oder passive Bewegungen wieder normalisieren.

Weiterhin erfolgt eine Differenzierung der echten Skoliosen nach Alter sowie Krümmungsmuster.

1. Skoliosen nach Altersgruppen

Eine Unterscheidung von Skoliosen kann nach dem Zeitpunkt ihres ersten Auftretens erfolgen. Hierzu gehören

  • die frühe Form der Säuglingsskoliose, welche sich meist ohne Therapie zurückbildet,
  • die infantile Skoliose, welche bis zum dritten Lebensjahr auftritt und
  • die juvenile Skoliose, welche sich im Alter zwischen vier und zehn Jahren zeigt.

Die häufigste Form ist allerdings die Adoleszenten-Skoliose. Sie tritt ab etwa dem elften Lebensjahr auf und zeigt sich durch eine Verkrümmung der Wirbelsäule im Brustbereich nach rechts. Von der Erkrankung sind Mädchen häufiger als Jungen betroffen.

2. Unterscheidung nach Krümmungsmuster

Eine Zuordnung der Skoliose-Erkrankung kann außerdem nach dem Scheitel der Hauptkrümmung erfolgen. So gibt es

  • die Thorakalskoliose, mit einer Verkrümmung im Brustwirbelsäulenbereich,
  • die Thorako-lumbale Skoliose mit einer starken Seitausbiegung im Bereich des Übergangs von Brust- zu Lendenwirbelsäule und
  • die Lumbalskoliose mit einer Verkrümmung im Lendenwirbelsäulenbereich.

Krümmungsgrad von Skoliosen

Skoliosen lassen sich in vier Schweregrade entsprechend der Ausprägung der Krümmung einteilen:

  • Skoliose Grad 1: leichte Skoliose mit einer Krümmung bis zu einem Winkel von 40 Grad
  • Skoliose Grad 2: mittelschwere Skoliose mit einer Krümmung bis zu einem Winkel zwischen 40 und 60 Grad
  • Skoliose Grad 3: schwere Skoliose mit einer Krümmung bis zu einem Winkel zwischen 61 und 80 Grad
  • Skoliose Grad 4: sehr schwere Skoliose mit einer Krümmung bis zu einem Winkel von mehr als 80 Grad

Typische Symptome einer Skoliose

Bei sehr vielen Skoliose-Fällen handelt es sich lediglich um ein kosmetisches Problem. Bleibt eine Behandlung allerdings aus, dann kann es im Krankheitsverlauf zu Schmerzen kommen. Symptome sind immer abhängig von dem Fortschreiten der Verkrümmung.

Zu den rein kosmetischen Symptomen gehören all diejenigen, die mit bloßem Auge erkennbar sind. Dazu zählen unterschiedlich hoch stehende Schultern, eine Schiefhaltung des Kopfes sowie ein schiefes oder auch an einer Seite hervorstehendes Becken.

Bei ausgeprägten Erkrankungsformen ist auch ein Rippenbuckel sichtbar, zudem bilden sich mitunter Muskelwulste im Hals- und Lendenbereich.

Aufgrund von zunehmenden Verschleißerscheinungen kommt es bei Betroffenen ungefähr ab dem 35. Lebensjahr zu Muskelverspannungen sowie Schmerzen. Unter Umständen kann sich zudem die Lungenkapazität verringern, wodurch sich Atemnot sowie ein Druckgefühl auf der Brust oder auch Herzrasen zeigen.

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