Gastroenterologie

Wir behandeln in unserem Fachbereich Gastroenterologie Patientinnen und Patienten aus Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon und Thalwil. Nachfolgend erfahren Sie, worum es dabei geht und bei welchen Beschwerden wir Ihnen helfen können.

Gastroenterologie: Behandlung des Magen-Darm-Trakts und verbundener Organe

Das Wort Gastroenterologie leitet sich vom altgriechischen γαστήρ (gastēr) = Magen und ἒντερον (énteron) = Darm ab. Die Gastroenterologie gehört zur Inneren Medizin. Wiederum ein Spezialbereich ist die Neurogastroenterologie, welche nervöse Störungen der betreffenden Organe behandelt. So liegt beispielsweise einem Reizdarm sehr oft eine nervöse Störung zugrunde. Im Rahmen der Gastroenterologie führen wir Diagnosen und Therapien durch. Des Weiteren leiten wir Massnahmen zur Prävention ein, um künftigen Erkrankungen Ihres Magen-Darm-Trakts und der mit ihm verbundenen Organe (Gallenblase, Leber, Bauchspeicheldrüse) vorzubeugen. Die Gastroenterologie fokussiert auf die Schwerpunkte Endoskopie, Hepatologie (Behandlung von Lebererkrankungen) und gastroenterologische Onkologie. Die wichtigsten, aber nicht komplett häufigsten Erkrankungen sind:

  • Ulkuserkrankungen (Magen- und Duodenalulkus)
  • Kolonkarzinom (Tumor des Verdauungstraktes)
  • Leberzirrhose
  • Hepatitis
  • Zöliakie
  • Reizdarmsyndrom
  • Morbus Crohn
  • Colitis ulcerosa
  • funktionelle Dyspepsie

Gastroenterologie: häufige Krankheitsbilder

Wie erwähnt sind nicht alle genannten Krankheiten häufig. Die von uns bei Patienten aus Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon und Thalwil am häufigsten behandelten Krankheiten bzw. Schwerpunkte sind:

  • Ulkuserkrankungen: Ulzera sind Geschwüre, die einen tiefen Substanzdefekt der Schleimhaut darstellen. Ursachen können Infektionen, eine ischämische Reaktion oder eine Folge der Immunabwehr des Körpers sein. Ulzera im Magen sind sehr schmerzhaft, lassen sich aber gut behandeln.
  • Zöliakie entsteht durch Glutenunverträglichkeit, es ist eine sehr bekannte Autoimmunerkrankung. Betroffen ist hauptsächlich der Dünndarm. Heilbar ist sie nicht, Betroffene müssen in der Ernährung auf Gluten verzichten. Die Gastroenterologie kann aber die unmittelbaren Folgen lindern, die auftreten, wenn die Unverträglichkeit noch nicht bekannt ist (vielfach bei Kindern und Jugendlichen) und die Person viel Gluten aufgenommen hat.
  • Reizdarmsyndrom: Hierbei handelt es sich eigentlich um eine Gruppe von Darmerkrankungen, mit der wir in der Gastroenterologie sehr oft konfrontiert werden. Zeitweise kommen 50 Prozent unserer Patienten aus diesem Grund zu uns. Die Erkrankung ist unangenehm, aber ungefährlich und gut behandelbar.
  • Krankheiten des Bereichs Hepatologie: Ebenfalls ein häufiges Krankheitsfeld, mit dem die Gastroenterologie befasst ist, sind mehrere Erkrankungen der Leber und der Galle, die durch angeborene Fehlbildungen und erworbene Anomalien verursacht werden. Festzustellen sind unter anderem Gelbsucht, Störungen des Bilirubinstoffwechsels und familiäre Hyperbilirubinämiesyndrome. Auch das Dubin-Johnson- und das Rotor-Syndrom fallen in diese Gruppe von Erkrankungen.

Methoden der Gastroenterologie

Welche Methoden die Gastroenterologie anwendet, ist häufig die erste Frage unserer PatientInnen aus Adliswil, Kilchberg, Langnau am Albis, Rüschlikon und Thalwil. Es ist in diesem Bereich häufig unumgänglich, für die Diagnose und Therapie endoskopisch zu arbeiten. Das bedeutet: Zur Gastroenterologie gehört oft schon bei der Untersuchung die Magen- oder Darmspiegelung. Damit lassen sich anschließend oder noch während der Untersuchung auch Tumore abtragen, die Blutung von Gefäßen unterbinden oder Stents und Prothesen einbringen. Diese dienen unter anderem der Wiedereröffnung verschlossener Darmanteile. Mit dem ERCP-Verfahren (endoskopisch-retrograde Cholangio-Pankreatikografie) können wir Gallen- oder Bauchspeicheldrüsengänge sondieren und gegebenenfalls behandeln. Die Gastroenterologie ist ein Fachgebiet, in welchem sehr viel geforscht wird, um die Patienten zu entlasten. Erweiterungen der Endoskopie ermöglichen es inzwischen, in der Bauchspeicheldrüse große Flüssigkeitsansammlungen durch ein künstliches Loch in der Magenwand zu entlasten. Die Methode wird fachsprachlich NOTES genannt (natural orifice transluminal endoscopic surgery), sie soll zu einer deutlich minimalinvasiveren Chirurgie bei der Entfernung von Gallenblasen und bei Operationen im Magen, im Darm und an der Bauchspeicheldrüse führen. Viele Verfahren gelten inzwischen als ausgereift, andere befinden sich in der Entwicklung. Das Ziel besteht darin, gerade die operativen Verfahren der Gastroenterologie so schonend durchzuführen, dass Sie als Patient am Ende nicht einmal mit einer Narbe leben müssen.