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Schilddrüsenerkrankungen begleitend mit Osteopathie behandeln

Fehlfunktionen und Erkrankungen der Schilddrüse kommen in der Schweiz häufig vor. Zumeist werden Sie bei einer Routineuntersuchung vom Hausarzt entdeckt, der die Betroffenen zur weiteren Diagnostik und Therapie an einen Facharzt überweist. Neben den klassischen Behandlungsmethoden finden mittlerweile zahlreiche Therapieformen der Alternativ- und Komplementärmedizin Anklang bei gesundheitsbewussten Menschen. Als regulatives, ganzheitliches Heilverfahren eignet sich die Osteopathie besonders gut zur Ergänzung einer schulmedizinischen Schilddrüsentherapie. Unsere erfahrenen Osteopathen in Adliswil, Langnau am Albis, Thalwil, Kilchberg und Rüschlikon behandeln Erwachsene, Säuglinge, Kleinkinder, Kinder, Jugendliche, Schwangere sowie Frauen nach der Entbindung.

Schilddrüsenhormone übernehmen zentrale Aufgaben im menschlichen Organismus

Als endokrine Drüse (Hormondrüse) beeinflusst die Schilddrüse viele Körperfunktionen. Neben der Regulierung des Stoffwechsels ist sie unter anderem für die Kontrolle des Wachstums bei Kindern zuständig. Das schmetterlingsförmige Organ befindet sich am Hals vor der Luftröhre direkt unter dem Kehlkopf. Wie wirken Schilddrüsen auf den menschlichen Organismus? Die Schilddrüse produziert unter anderem die Hormone Trijodthyronin (T3) sowie Thyroxin (T4) und speichert sie in mikroskopisch kleinen Bläschen, den sogenannten Schilddrüsenfollikeln. Bei Bedarf werden genau dosierte Mengen der Schilddrüsenhormone an den Blutkreislauf abgegeben und können ihre Wirkung in allen Zellen des Körpers entfalten.

Thyroxin und Trijodthyronin nehmen die folgenden lebenswichtigen Aufgaben wahr: Sie

  • sorgen für eine Erhöhung des Blutdrucks und der Herzfrequenz,
  • steigern unseren Eiweiss-, Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel,
  • unterstützen den Abbau des Cholesterins,
  • regulieren den Schlaf,
  • steuern den Wärmehaushalt und die Körpertemperatur,
  • haben einen wesentlichen Einfluss auf die Abnahme und Zunahme unseres Gewichts,
  • fördern bei Kindern die Entwicklung von Zentralnervensystem (ZNS), Knochen und Geschlechtsorganen.

Was geschieht, wenn unser Organismus zu viel (Schilddrüsenüberfunktion) oder zu wenig (Schilddrüsenunterfunktion) T3 und T4 herstellt? Anhand der Wirkung der Schilddrüsenhormone lässt sich diese Frage leicht beantworten. Liegt eine Unterfunktion (Hypothyreose) vor, sind Blutdruck und Pulsschlag erniedrigt, man ist extrem müde, schnell erschöpft und friert oft. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und der Bauchumfang wächst.

Bei einer Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) verhält sich die Situation umgekehrt: Betroffene haben einen beschleunigten Herzschlag und einen erhöhten Blutdruck, zittern, sind innerlich unruhig, schwitzen häufig und verlieren Gewicht. Schilddrüsenerkrankungen können bei Kindern zu schweren Störungen der körperlichen und geistigen Entwicklung führen.

Probleme mit Schilddrüsen treten in jedem Lebensalter auf

Aktuellen Schätzungen zufolge leiden zwischen 15 und 20 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer an Erkrankungen ihrer Schilddrüsen. Am häufigsten diagnostizieren Ärzte eine Schilddrüsenunterfunktion, dicht gefolgt von Struma (Kropf) und Schilddrüsenüberfunktion. Mit dem Begriff Struma wird eine sicht- oder tastbare Vergrösserung des Schilddrüsengewebes bezeichnet. Zu den sonstigen Schilddrüsenerkrankungen zählen die Autoimmunkrankheiten Hashimoto-Thyreoiditis und Morbus Basedow sowie der sehr selten auftretende Schilddrüsenkrebs.

Warum kommt es so häufig zu Störungen der Schilddrüsen? Neben Autoimmunprozessen gilt der Jodmangel als wichtigste Ursache. Da die Schweiz ein Jodmangelgebiet ist, wird handelsübliches Tafelsalz mit Jod angereichert. Regelmässige Kontrollen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen zeigen jedoch, dass weiterhin ein Jodmangelrisiko besteht. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, schwangere Frauen und stillende Mütter.

Funktionsstörungen der Schilddrüsen lassen sich osteopathisch behandeln

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode. Sie unterstützt die Eigenregulation und die Selbstheilungskräfte des Menschen. Mit seinen blossen Händen löst der Therapeut auf sanfte Weise vorhandene Blockaden und stellt das Gleichgewicht im Körper her. Erkrankte Organe werden wieder optimal mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, sodass sich ihre Funktion normalisiert. In Kilchberg, Adliswil, Langnau am Albis, Thalwil und Rüschlikon hat sich seit vielen Jahren die osteopathische Therapie von Schilddrüsen und den beteiligten hormonellen Systemen bewährt.

Da Bewegungseinschränkungen an verschiedenen Körperstellen auch die Schilddrüsenfunktion beeinträchtigen können, ist eine genaue Untersuchung erforderlich. Bei der anschliessenden Behandlung dehnt der Osteopath mit grossem Feingefühl alle betroffenen Faszien, beseitigt Spannungen und mobilisiert sämtliche Halsorgane. Wenn die natürliche Beweglichkeit wiederhergestellt wird, verbessern sich oft die Symptome der Schilddrüsenerkrankung.